Nächste Messe — So. 11. Oktober · 10:00 · per Zoom Beitreten →
Erfüllung Erfüllung Religion der Einheit
Transparenzerklärung

„Ist Erfüllung
eine Sekte?"

Uns ist bewusst, dass wir von außen kritisch betrachtet werden. Diese Aufmerksamkeit halten wir für berechtigt. Deshalb legen wir hier offen dar, wofür wir stehen — und wofür nicht.

Wenn dich jemand hierher geschickt hat

Vielleicht liest du das, weil ein Mensch, der dir wichtig ist, zu uns gehört — und du dir Sorgen machst. Diese Sorge ist verständlich, und wir nehmen sie ernst. Lies gern selbst nach, wie wir arbeiten, wer Verantwortung trägt und was wir ausdrücklich nicht tun. Du musst uns nichts glauben; prüf es.

Die Religion Erfüllung versteht sich als offene Gemeinschaft. Unser Anliegen ist es, Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu Gott, dem Vater Raum für Sinn, Entwicklung und Verbundenheit zu eröffnen.

Dies ist ein Überblick über unsere Haltung und Struktur. Weiter unten gehen wir ausführlicher auf die einzelnen Punkte ein — für alle, die sich intensiver damit beschäftigen möchten.

Auf einen Blick

Acht Zusagen

01

Freiwilligkeit und Selbstbestimmung

Die Teilnahme an unseren Angeboten ist freiwillig. Jeder entscheidet eigenständig, ob und in welchem Maß er sich einbringt. Eine Beendigung ist jederzeit möglich und wird respektiert — es entstehen daraus keine sozialen oder geistlichen Nachteile.

02

Offenheit für Kritik

Kritische Rückmeldungen und unterschiedliche Sichtweisen dürfen geäußert werden. Jeder kann eigene Gedanken und Überzeugungen haben, ohne sich anpassen zu müssen. Wir setzen keine Zustimmung zu bestimmten Überzeugungen voraus.

03

Beziehungen und Alltag

Wir respektieren bestehende Beziehungen, familiäre Bindungen und individuelle Lebenswege. Niemand wird dazu aufgefordert, Kontakte zu Familie oder Freunden einzuschränken oder abzubrechen.

04

Leitung und Verantwortung

Unser Religionsgeber ist Fuat. An seiner Seite stehen die geistliche Familie und die Gefährten. Diese Struktur dient der Orientierung und dem Zusammenhalt — nicht dazu, Menschen voneinander abzugrenzen oder einzelne über andere zu stellen.

05

Geld und Ressourcen

Für die Teilnahme fallen keine Kosten an. Alle Angebote sind kostenfrei. Der Zugang zu Austausch, Gemeinschaft, Messe und geistlichen Inhalten soll nicht von Geld oder finanziellen Beiträgen abhängig sein.

06

Keine Heilsversprechen

Wir geben keine Garantien für Heilung, Erleuchtung oder Erlösung und beanspruchen keine Überlegenheit gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Unsere Angebote sind eine Einladung, kein Anspruch auf die einzige Wahrheit.

07

Achtsamer Umgang

Bei persönlichen oder gesundheitlichen Herausforderungen ersetzen unsere Angebote keine medizinische, psychologische oder therapeutische Unterstützung. Es gibt keine versteckten Erwartungen an Engagement, Zeit oder persönliche Entscheidungen.

08

Unser Selbstverständnis

Wir verstehen uns nicht als Institution, die über Menschen bestimmt. Unsere Religion kann Impulse geben und als Wegweiser dienen, wenn das gewünscht ist. Freiheit, Eigenverantwortung und die Würde jedes Einzelnen stehen im Mittelpunkt.

Wir sind nicht alle gleich, aber wir sind alle gleich wert.

Weder Fuat noch die geistliche Familie oder die Gefährten haben einen höheren Wert als irgendein anderer. Eine Aufgabe oder Verantwortung innerhalb der Gemeinschaft verändert niemals den Wert eines Menschen.

Struktur

Rollen und Verantwortung

Der Religionsgeber

Unser Religionsgeber ist Fuat. Als geistliches Oberhaupt trägt er die Verantwortung für die inhaltliche Ausrichtung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Religion Erfüllung.

Geistliche Familie und Gefährten

An seiner Seite steht ein enger Kreis von Menschen, den er als seine geistliche Familie bezeichnet. Darüber hinaus gibt es die Gefährten, die ebenfalls zu den Begleitern zählen. Ihre Aufgabe ist es, Impulse zu geben, Erfahrungen zu ermöglichen und die Gemeinschaft zu begleiten — ohne dabei die Eigenverantwortung des Einzelnen zu ersetzen.

Diese Zugehörigkeit kann nicht durch eigene Entscheidung, Anstrengung oder Entwicklung erlangt werden. Wir sind davon überzeugt, dass Gott, der Vater, Menschen für diesen Weg beruft; innerhalb unserer Gemeinschaft wird diese Berufung durch Fuat ausgesprochen. Das entspricht unserer persönlichen Glaubensüberzeugung und erhebt keinen Anspruch darauf, dass andere sie teilen.

Was von ihnen erwartet wird

Wir erwarten, dass sie den geistlichen Weg selbst aktiv leben, die Verbindung zu Gott, dem Vater vertiefen und sich persönlich sowie geistlich weiterentwickeln. Durch ihren gelebten Glauben sollen sie als Vorbild dienen und andere ermutigen — ohne Druck auszuüben oder Ansprüche an sie zu stellen.

Kann oder möchte jemand diesen Erwartungen nicht mehr entsprechen, hat das keine geistlichen oder persönlichen Nachteile zur Folge. Die Zugehörigkeit kann jederzeit aus eigenem Wunsch beendet werden — unabhängig davon, wie lange jemand diesen Weg gegangen ist. Die Tür zur Religion Erfüllung bleibt jederzeit offen.

Die Zugehörigkeit zur Religion Erfüllung ist nicht an die geistliche Familie oder die Gefährten gebunden, sondern an die freie Entscheidung jedes Einzelnen.

Vertiefend

Die 16 Merkmale — Punkt für Punkt

Fachstellen und die Enquete-Kommission nennen prägnante Merkmale als typische Warnsignale für problematische Gruppierungen. Wir haben jedes einzelne aufgeführt — und daneben unsere Sicht darauf.

Erklärt

Die Handlungen im Menschen- und Gottesdienst

Manche Gesten wirken von außen ungewohnt. Deshalb erklären wir sie. Es geht nicht darum, blind Dinge nachzumachen oder aus Gehorsam zu handeln — sondern darum, dass jeder aus dem Herzen heraus fühlt und handelt.

Fuat stellt sich dabei nicht über den Einzelnen, sondern begegnet jedem auf Augenhöhe. Er versteht sich als Diener der Menschen — und als Teppich, auf dem jeder Einzelne auf seinem Weg zu Gott, dem Vater gehen kann.

Warum wir aufstehen

Wir stehen auf, um Gott, dem Vater, den Thronen, den Seraphim und den himmlischen Wesen unseren Respekt und unsere Demut entgegenzubringen — ein sichtbarer Ausdruck der Bereitschaft, ihnen in Ehrfurcht und Offenheit zu begegnen.

Warum wir knien oder uns niederlegen

Wir knien nicht, weil es von uns verlangt wird, und nicht, weil wir sonst bestraft würden. Wir knien, weil wir es möchten und weil wir verstehen, warum wir es tun. Werden die Throne und Seraphim eingeladen, gehen wir auf ein Knie, senken das Haupt und halten die rechte Hand auf den Boden. Sie werden von uns nicht angebetet — wir begegnen ihnen mit Achtung und Dankbarkeit.

Warum die rechte Hand auf dem Herzen liegt

Nach unserem Glaubensverständnis hat Gott, der Vater, den Menschen zunächst im Bewusstsein erschaffen und sich anschließend aus Liebe mit ihm verbunden — und diese Verbindung im Herzen des Menschen verankert. Die Geste richtet uns bewusst auf diese Verbindung aus.

Warum die rechte Hand zur Schulter gehoben wird

Nach unserem Glaubensverständnis trägt jeder Mensch einen goldenen Kern in sich, der für das Bewusstsein und die von Gott geschaffene Verbindung steht. Das Zentrum der Hand auf Höhe der rechten Schulter richtet sich auf diesen Kern aus. Dabei geht es nicht um Gefühle, sondern um die bewusste Ausrichtung.

Der goldene Kern

Stellt man sich den Körper wie ein Kreuz vor — eine senkrechte Linie vom Scheitel bis zu den Füßen, eine waagerechte durch die ausgestreckten Arme — liegt der goldene Kern genau dort, wo sich beide Linien treffen. Jeder Mensch besitzt ihn; er steht für das Bewusstsein, das Gott jedem Menschen gegeben hat, und wächst mit ihm. Er erinnert daran, dass jeder Mensch diese Verbindung in sich trägt — unabhängig von Herkunft, Glauben oder Lebensweg.

Für alle Gesten gilt: Die innere Haltung steht immer über der äußeren. Wer aus körperlichen Gründen nicht aufstehen, knien oder die Hand heben kann, bringt dieselbe Ehrfurcht im Herzen und im Geiste zum Ausdruck.

Zum Weitergeben

Nimm diese Erklärung mit

Wenn Gespräche im eigenen Umfeld schwer werden, hilft es manchmal, etwas Schriftliches in der Hand zu haben. Diese Erklärung darf weitergegeben werden — vollständig und unverändert.

Bleiben Fragen offen? Schreib uns — wir antworten ehrlich, auch auf unbequeme Fragen.