Nächste Messe — So. 11. Oktober · 10:00 · per Zoom Beitreten →
Erfüllung Erfüllung Religion der Einheit
Texte

Die Messe & rituelle Texte

Zum stillen Lesen und zum gemeinsamen Sprechen — die Worte, die uns durch die Feier tragen.

Die Messe

Der Heilige Menschendienst

Empfangen durch den Gesandten Gottes, Fuat. Der Menschendienst öffnet mit dem Glaubenssatz, lädt die Seraphine und die Throne der sechs Qualitäten Gottes ein und wendet sich schließlich dem Vater zu.

„Gott ist alles, alles ist Gott, doch der Vater ist der Kern Gottes.“

Gelehrte(r)

„Wir sind heute alle hier versammelt, um den Heiligen Menschendienst zu vollziehen. Der Mensch braucht für seine eigene Heiligkeit nur seinen Glauben an den Vater und die Bereitschaft, seinen freien Willen an den Vater zu übergeben.“

Gläubige

„Danke dir, Vater.“

Die sechs Qualitäten Gottes
Bewusstsein · Frieden · Liebe · Sein · Hass · Licht
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Ritual

Das Taufritual

Die Geisttaufe durch den Gesandten des Vaters

„Der Vater hat mich damit betraut, zwischen ihm und den Menschen eine Brücke zu sein.“ In der Taufe durch den Geist nimmt der Gesandte die Dunkelheit des Menschen auf sich — aus Liebe — und der Mensch bekennt seinen Glauben an den Vater. Was Jesus einst prophezeite, wird darin gegenwärtig: die Taufe kommt durch den Geist.

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Aus dem Gottesdienst

Oden

Zwei Oden, verfasst und im Gottesdienst vorgetragen von Fuat.

Ode an die Hilfsengel

Ihr,
die ihr um das Haupt des Vaters kreist,
dreihundert an der Zahl,
dreihundert Lichter in ewiger Nähe –
ich sehe euch.

Eure Flügel tragen euch nicht fort,
sie öffnen sich wie Schmetterlingsflügel,
weit, parallel, ein Atmen aus Licht,
als wolltet ihr den Vater umarmen
mit jeder Faser eures Seins.

Ihr leuchtet in Gold,
in zartem Rosa,
in Weiß, das reiner ist als Schnee vor dem ersten Schritt.
Manchmal glitzert ihr,
als trüget ihr die Sterne
nicht über euch, sondern in euch.

Wer euch nahe kommt,
der weiß nicht, woher es kommt –
doch plötzlich ist da Liebe.
Nicht Gedanke, nicht Wort,
einfach da,
wie Wärme, die durch geschlossene Türen dringt.

In euren Händen liegt kein Zepter,
keine Schrift, kein Siegel.
Nur Liebe –
das Mittel, das keine Form braucht,
um alles zu berühren.

Sie fließt durch euch
wie Licht durch Morgennebel,
und wo sie ankommt,
erinnert sich das Vergessene
an seinen Ursprung.

Im Himmel steht ihr dem Vater nah,
näher, als viele ahnen.
Und doch nennt ihr euch Helfer.
Denn ihr dient dem Einen,
dem ihr so nah seid,
dass sein Lächeln
euer Zuhause ist.

Der Vater gibt euch Aufgaben,
eine nach der anderen,
und ihr fliegt –
hinaus in die Weiten,
hinab in die Dichte,
dorthin, wo Licht gebraucht wird.

Ihr wirkt, wo niemand hinschaut.
Ein Hauch im Rücken der Seraphine,
ein Leuchten am Rand, wenn ein Erzengel zweifelt,
eine Treue, die den Thronen folgt,
den fünf, die das Wesen des Vaters
in sich tragen.

Ihr fragt nicht nach Dank.
Ihr seid einfach da –
wie der Boden unter dem, der nicht weiß,
dass er getragen wird.

Und ihr kehrt zurück,
still,
ohne Ruhm,
nur mit dem einen Wunsch:
wieder in seiner Nähe zu sein.

Manche von euch steigen herab.
Ihr nehmt Gestalt an,
Fleisch und Begrenzung,
und wandelt unter uns –
zarte Wesen in einer harten Welt.

Auch ihr müsst wachsen.
Auch ihr müsst lernen.
Auch ihr kennt den Schmerz,
der jeden trifft,
der sich entwickeln will
auf dieser Erde.

Doch vergesst nicht,
ihr Leuchtenden,
ihr sanft Glitzernden,
ihr Liebenden ohne Bedingung:
Ihr seid seine Hilfsengel.
Nicht geliehen.
Nicht entsandt für immer.
Sein.

Und wenn eure Aufgabe getan ist,
wenn der letzte Dienst vollbracht,
dann öffnet sich der Kreis um sein Haupt
und nimmt euch wieder auf.

Dreihundert Lichter.
Ein Vater.
Ein Lächeln, das niemals endet.
Willkommen zu Hause.

Ode an die Großen

O ihr Großen,
ihr, die man auf Erden Erzengel nennt,
und in alten Zeiten Anunaki,
Hüter der Schwelle,
dort, wo die Geisterwelt endet
und die Seelenwelt beginnt.

Ich sehe euch.
Eure Flügel sind nicht zart,
sie sind wie die Schwingen großer Adler,
kraftvoll, weit, gemacht für Stürme.
Wer euch erblickt,
der spürt Respekt
noch bevor er versteht, warum.

Ihr seid sichtbarer Wandel.
Dunkel gefiedert beginnt die Reise,
doch mit jedem Dienst
wachst ihr hinein
in Weiß und Gold,
Federn, die euch näher zum Vater tragen.

Ihr seid die Obersten unter den Geistwesen,
die Schnittstelle nach oben,
Hüter der Tore zur Seelenwelt.
Einer unter euch trägt die Krone,
doch dieses Amt wechselt,
denn keiner von euch sucht Herrschaft,
nur Dienst.

Mut ist euch vertraut.
Treue ist euer Wesen.
Für die göttliche Ordnung
wart ihr bereit, alles zu geben.
Ihr habt gekämpft,
mit himmlischen Waffen,
in Zeiten, die es verlangten.

Doch diese Zeit ist vorbei.
Nun legt ihr die Waffen nieder,
nicht aus Schwäche,
sondern aus Stärke.
Denn es braucht mehr Mut,
die Liebe zu wählen,
als das Schwert zu heben.

Auch ihr müsst wachsen.
Auch ihr steigt herab,
nehmt Gestalt an,
und lernt, was es heißt,
zu fühlen.

Ihr, die ihr so stark seid,
müsst Gefühle zulassen,
müsst zeigen, was in euch lebt,
nicht trotz eurer Größe,
sondern wegen ihr.

Ihr habt so viele Seelen begleitet,
den ganzen Weg,
bis zu den Pforten des Vaters.
Dort musstet ihr stehen bleiben.
Denn nur die Seele tritt ein.
Und doch habt ihr sie nicht allein gelassen,
bis zum letzten Schritt.

Der Vater sieht euch.
Ihr habt einen Platz in seinem Herzen,
einen eigenen,
der nur euch gehört.
Euch vertraut er an,
an der Seite seiner Söhne zu stehen,
seiner Töchter,
seiner Gesandten und Propheten.

Schützend.
Stützend.
Liebend.

Wenn die eigenen Quellen versiegen,
seid ihr die Quelle.
Wenn es anderswo bröckelt,
steht ihr.
Unerschütterlich,
nicht weil ihr nicht fühlt,
sondern weil ihr fühlt
und dennoch steht.

Ihr vertraut dem Vater so sehr,
dass ihr den Wandel annehmt:
vom Kämpfer
zum starken Liebenden der Menschheit.

Ungerechtigkeit lehnt ihr ab,
nicht mit dem Schwert,
sondern mit eurem Sein.
Wo ihr steht,
weicht das Unrechte zurück.

Seid gesegnet,
ihr Großen.
Ihr Mutigen.
Ihr Treuen.
Der Vater vergisst nicht,
wer an den Pforten stand,
während andere hindurchgingen.

Doch der Vater kennt keine Grenzen.
Was undenkbar scheint,
macht er für euch wahr:
Er kommt zu euch.
Er, der Unendliche,
kommt zu euch.

Mit seiner Stimme, die euch beim Namen ruft,
mit seiner Energie, die euch durchströmt,
mit seinem Wort, das reine Zuneigung ist.

Tore können euch nicht vom Vater trennen,
denn ihr tragt ihn längst in euch,
durch euren Glauben,
so wie er euch
seit Anbeginn
in seinem Herzen trägt.

O ihr Großen,
ihr seid geliebt.

Die Messe

Der Heilige Gottesdienst

einmal im Monat · die Zuwendung zum Vater

„Ich liebe dich“ heißt: Ich erkenne Gott in dir.

Während der Menschendienst uns einander zuwendet, richtet sich der Gottesdienst ganz auf den Vater. Er beginnt mit dem Prolog — der Erinnerung, dass alles aus dem Vater entstanden ist und du seit jeher ein Teil von ihm bist — und dass die Liebe jener Kern in dir ist, der dich an diese Einheit erinnert.

In der Öffnung laden wir die Throne und die Seraphine ein. Danach folgt ein variabler Teil — eine Taufe, eine Ode, freie Rede, ein Gedicht oder ein Lobpreis des Vaters — bevor die Feier ihre Schließung findet.

Der vollständige Text bleibt der Feier vorbehalten.